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Jousting als Anime-Kulisse – wann hat man das zuletzt gesehen? Ein mittelalterliches Internat, Turniere mit Lanze und Pferd, und mittendrin ein junger Mann, der selbst einmal geritten ist und jetzt als Begleiter arbeitet: Berater, Trainer, Stratege für die Ritterin seiner Wahl. Das Setup von „Walkure Romanze" ist klassisch – aber es hat einen Dreh, der ihn von ähnlichen Serien abhebt.
Walkure Romanze – Shojo Kishi Monogatari
Japan / 2013
12 Episoden
Genre: Action / Romance / Sports
Zur Story
Takahiro Mizuno studiert an einer Akademie, die auf Ritterturnier-Sport spezialisiert ist. Er selbst war einmal ein vielversprechender Lanzenreiter, bis eine Verletzung dem ein Ende setzte. Jetzt ist er Begleiter – oder soll es sein, wenn er sich endlich entscheiden würde. Das Problem: Gleich fünf junge Frauen wollen genau das von ihm. Alle haben ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Motive, ihren eigenen Grund zu kämpfen. Und alle sind echte Gegnerinnen im Turnier.
Charaktere & Chemie
Was die Serie wirklich hebt: Die Frauen hier sind keine Dekoration. Sie sitzen auf dem Pferd, sie halten die Lanze, sie tragen die Rüstung – und sie werden als ernstzunehmende Sportlerinnen behandelt. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einem Harem-Setup, und es macht einen Unterschied. Takahiro ist der klassische Mittelpunkt, umschwärmt und unentschieden, aber die fünf um ihn herum geben der Geschichte ihren eigentlichen Antrieb.
Ton / Themen / Produktion
Wer auf der Suche nach einem neuen, unverbrauchten Plot ist, wird hier nicht fündig. Das Rad dreht sich auf bekannten Gleisen: Harem, Turnier, Entscheidungsdruck, romantische Verwirrung. Aber die Ausführung sitzt. Die Turnierszenen haben echte Energie, die mittelalterlich-europäische Kulisse ist liebevoll gestaltet, und der Humor funktioniert ohne aufgesetzt zu wirken. Ein solider Vertreter seines Genres – nicht mehr, nicht weniger.
Persönlicher Eindruck & Bewertung
Kein Highend-Anime, der die Kategorie neu erfindet – das ist mir bewusst, und das ist auch vollkommen in Ordnung. „Walkure Romanze" weiß was es ist, und macht das mit Überzeugung. Was ich besonders mochte: dass die Ritterinnen hier wirklich Ritterinnen sind. Gleichwertige Gegnerinnen, keine Sidekicks. Das gibt dem Turnier-Kern der Geschichte eine Substanz, die man bei ähnlichen Serien oft vermisst. 8,5 von 10 Punkten.
Silvio 13.06.2026, 08.59
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