10DANCE

10DANCE ist ein japanischer BL-Tanzfilm, der zwei Profis aus komplett unterschiedlichen Welten auf dem Parkett zusammenstößt und ihre Rivalität Schritt für Schritt in eine ziemlich intensive, körperlich und emotional aufgeladene Liebesgeschichte verwandelt. Der Film fühlt sich an wie „Sports-Rivalität trifft Dirty Dancing“, nur mit zwei Männern, viel Prestige-Druck – und einer Menge knisternder Close-ups in der Tanzhaltung.
10DANCE ist einer dieser Filme, bei denen man nach ein paar Minuten merkt: Hier geht es nicht nur um Schritte, sondern um Macht, Stolz und Verletzlichkeit. Suzuki mit seiner explosiven Latin-Energie und Sugiki mit seiner kühlen Ballroom-Eleganz prallen zunächst eher wie Gegner als wie mögliche Liebhaber aufeinander, und genau diese Spannung macht den Reiz aus.
Stark sind vor allem die Tanzszenen: Die Choreo ist nicht nur „Dekoration“, sondern erzählt sichtbar, wie sich ihre Beziehung verändert – von stacheliger Konkurrenz über unbewusstes Flirten bis hin zu Momenten, in denen man fast vergisst, dass sie eigentlich trainieren. Das Drama zwischendurch (Verletzungen, Karriereängste, Ego-Crashes) ist manchmal ein bisschen melodramatisch, passt aber zum hohen Einsatz, den beide in diese eine Chance auf den großen Titel legen.
Unterm Strich ein sehr stylischer, emotional auf den Punkt inszenierter BL-Film – für Tanz- und Rival-to-Lovers-Fans eine klare 9 von 10 Punkten.

10DANCE
Japan, 2025
Format: Spielfilm (Netflix Original)
Genre: Romance, Drama, BL, Sport / Tanz
Vorlage: BL-Manga „10 DANCE“ von Inouesatoh
Hauptdarsteller: Ryoma Takeuchi als Shinya Suzuki, Keita Machida als Shinya Sugiki

Spoilerfreie Story
Shinya Suzuki ist Japans Latin-Dance-Champion, charismatisch, temperamentvoll, aber komfortabel in seiner nationalen Blase – internationale Wettbewerbe interessieren ihn eigentlich nicht. Shinya Sugiki, „Emperor“ des Standardtanzes und mehrfacher Vizeweltmeister im Ballroom, hat dagegen nur ein Ziel: endlich den ganz großen Titel holen.
Sugiki schlägt Suzuki vor, gemeinsam für den „10 Dance“ zu trainieren, einen gnadenlosen Wettbewerb, bei dem Paare an einem Tag zehn Tänze (fünf Latein, fünf Standard) tanzen müssen. Beide sollen sich gegenseitig ihre Disziplin beibringen – Suzuki lernt Ballroom, Sugiki Latin –, was zu intensiven, körpernahen Trainingssessions führt, in denen aus technischer Kritik langsam Faszination und schließlich ein gefährliches Maß an emotionaler Nähe entsteht.

Figuren und Dynamik
Shinya Suzuki  
Suzuki ist der emotional offenere der beiden: impulsiv, stolz und zunächst überzeugt, dass sein Weg völlig ausreicht. Seine Reise besteht darin, sich einzugestehen, dass er sich klein gehalten hat – sowohl beruflich als auch in Bezug auf seine Gefühle für Sugiki, die er lange nicht benennen will.

Shinya Sugiki  
Sugiki ist kontrolliert, perfektionistisch und wirkt nach außen fast arrogant, wird aber von dem nagenden Bewusstsein getrieben, immer nur Zweiter zu sein. In der Partnerschaft mit Suzuki prallen seine Disziplin und Suzukis Leidenschaft aufeinander, bis klar wird, dass er nicht nur dessen Talent, sondern auch seine Nähe braucht – auf dem Parkett und darüber hinaus.

Tanzpartnerinnen & Umfeld  
Aki (Suzukis Partnerin) und Fusako (Sugikis Partnerin) sind nicht bloß Beiwerk, sondern emotionale Anker, die mal fördern, mal konfrontieren, wenn die Männer zwischen Ehrgeiz, Rivalität und Anziehung feststecken. Trainer, Jurys und internationale Konkurrenz verstärken zusätzlich den Druck, was die privaten Konflikte automatisch auf die Tanzfläche zieht.

Themen, Ton und Inszenierung
10DANCE verbindet auf sehr elegante Weise klassischen Sport-/Wettbewerbsplot mit einer klar queeren Love-Story, ohne das eine als „Subtext“ hinter dem anderen zu verstecken. Die Frage, ob die beiden als Team funktionieren können, ist immer auch die Frage, ob sie sich ihren Gefühlen stellen – oder ob Stolz und Angst vor dem Karriereknick stärker sind.
Visuell setzt der Film auf viel Close-up-Kamera, Spiegel, Schweiß und kontrollierte Körper – die Choreografie ist sinnlich, ohne jemals billig zu wirken. Musikalisch und vom Schnitt her wird jede Performance zu einem emotionalen Höhepunkt, sodass selbst Leute, die mit Turniertanz normalerweise nichts anfangen können, mitfiebern.

Wo du den Film schauen kannst
10DANCE ist weltweit exklusiv auf Netflix verfügbar. Dort wird der Film als romantisches Tanzdrama mit BL-Schwerpunkt angeboten, mit mehreren Sprach- und Untertiteloptionen, darunter auch eine deutsche Fassung je nach Region.

Silvio 03.01.2026, 11.18| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Film, Japan, Netflix,

Monster Next Door

Monster Next Door ist ein ruhiger, sehr gefühlvoll erzählter Thai-BL über einen schwer introvertierten Studenten, dessen kleine, sichere Welt von einem lauten, sonnigen Nachbarn gestürmt wird – und darüber, wie aus dieser „Invasion“ langsam eine sehr zärtliche Liebesgeschichte wird. Wer auf langsame Annäherung, Balkon-Gespräche und nachvollziehbare Traumata statt Dauer-Kitsch steht, bekommt hier ein kleines Wohlfühl-Drama mit überraschend viel Tiefgang.
Monster Next Door fühlt sich an wie eine BL-Version von „Introvert meets golden retriever boy“: Diew mit seiner Schildkröte Khun Shy als einziger Konstante, God als lauter, herzlicher Wirbelwind nebenan – der Kontrast funktioniert von der ersten Szene an. Besonders schön ist, wie konsequent die Serie Diews Grenzen ernst nimmt: Die Beziehung wächst über Stimmen durch die Wand, Balkon-Gespräche und langsame Annäherung, statt ihn einfach „gesund zu lieben“, bis das Trauma weg ist.
Was heraussticht, ist der sensible Umgang mit Themen wie Angststörungen, emotionalem Missbrauch und toxischen Ex-Beziehungen, ohne je ganz in schwere Depression abzurutschen. Dazu kommen Nebenfiguren, die nicht nur Comic Relief sind, sondern echte Unterstützung bieten – inklusive einer Mutter und einem Großvater, die ihre queeren Kids nicht zum Problem machen, sondern Teil der Lösung sind.
Für einen BL, der Romantik, Trauma-Healing und Humor so gut ausbalanciert, gibt es von mir eine leise, aber sehr überzeugte 9 von 10 Punkten.

Monster Next Door
Thailand, 2024
Episoden: 12 Episoden a ca. 50 Minuten
Genre: BL, Romance, Slice of Life, Drama
Original-Network / Plattformen: WeTV, zusätzlich u. a. auf GagaOOLala verfügbar

Spoilerfreie Story
Diew ist hochgradig introvertiert, lebt am liebsten allein in seinem Apartment und spricht eher mit seiner Schildkröte Khun Shy als mit Menschen. Sein Rückzugsort wird erschüttert, als God, ein extrovertierter, beliebter Senior mit einem sehr aktiven Sozialleben, in die Nachbarwohnung einzieht – inklusive lauter Partys, Freunde-Besuch und Lärm bis spät in die Nacht.
Aus dem genervten „Monster“ nebenan wird über Balkonansprachen, Gespräche durch die Wand und kleine Alltagsgesten nach und nach ein Freund, mit dem Diew sich zum ersten Mal seit Langem wirklich gesehen fühlt. Die Bedingung: Sie treffen sich zunächst nicht von Angesicht zu Angesicht, sondern bauen Vertrauen und Nähe auf Distanz auf, bis beide bereit sind, ihre Komfortzonen zu verlassen.

Figuren und Dynamik
Diew ist der „Tortoise Prince“ dieser Geschichte: schüchtern, traumatisiert und so sehr an seine Routine gewöhnt, dass jede Störung bedrohlich wirkt. Die Serie zeigt sehr greifbar, wie er gelernt hat, sich klein zu machen, nicht aufzufallen und seine Bedürfnisse zu unterdrücken – und wie schwer es ihm fällt, zu glauben, dass jemand wie God ihn wirklich mögen könnte.

God ist der sprichwörtliche „golden retriever“: laut, gesellig, sportlich, beliebt, aber gleichzeitig erstaunlich aufmerksam, wenn es um Diews Grenzen geht. Er macht Fehler, drängt manchmal unbewusst zu viel, lernt aber sichtbar dazu und wächst in die Rolle eines Partners, der zuhört, schützt und gleichzeitig Diews Eigenständigkeit respektiert.

Side Couple & Umfeld
Das Nebenpaar Beer und Wan bringt eine zweite, emotional komplexe BL-Story mit, bei der es um verdrängte Gefühle, alte Wunden und das Thema „Closure“ geht. Dazu kommen eine sehr supportive Mutter und ein liebevoll gezeichneter Großvater auf Diews Seite sowie Freundeskreis und Gegenspieler (inklusive eines moralisch grauen Ex), die mehr sind als bloß plumpe Plotgeräte.

Themen, Ton und Emotion
Monster Next Door ist ein Slow-Burn, der bewusst auf Schock-Drama verzichtet und die Beziehung Schritt für Schritt wachsen lässt – mit viel Alltagsintimität, physischer Zärtlichkeit und immer wieder klar kommunizierter Zustimmung. Die Serie spricht mentale Gesundheit, Missbrauchserfahrungen und Selbstwert so offen an, dass man sich an manchen Stellen fast unangenehm ertappt fühlt, gleichzeitig aber sehr gesehen.
Statt den introvertierten Charakter „wegzutherapieren“, zeigt die Geschichte, wie Liebe, Freundschaft und familiärer Rückhalt helfen können, mit der eigenen Andersartigkeit zu leben, ohne sie zu verleugnen. Damit ist Monster Next Door ein BL, der sich eher wie eine sanfte, queere Healing-Romanze anfühlt als wie das nächste laute K-Drama-Melodrama.

Wo du die Serie schauen kannst
Monster Next Door lief ursprünglich auf WeTV und ist dort in der Regel komplett mit englischen Untertiteln verfügbar. 

Silvio 03.01.2026, 11.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Thailand, WeTV,

I'm in Love with the Villainess

I'm in Love with the Villainess ist ein queerer Isekai-Yuri, der Otome-Game-Klischees liebevoll auseinandernimmt und daraus eine laute, freche, aber überraschend emotionale Liebesgeschichte zwischen einer hoffnungslos verknallten Protagonistin und ihrer angeblich „bösen“ Rivalin baut. Wer Lust auf Meta-Humor, viel Queerness und eine Heldin hat, die absolut gar keine Chill hat, wenn es um ihren Crush geht, wird hier gut bedient.
Was diesen Anime für queere Zuschauer spannend macht, ist weniger das Villainess-Label, sondern wie offensiv Rae ihre Liebe zu Claire lebt – ohne Umwege über „eigentlich müsste ich mich doch für die Prinzen interessieren“. Die Serie macht daraus eine Mischung aus Slapstick, Cringe und echter Verletzlichkeit, weil Rae zwar dauernd Witze macht, aber emotional viel mehr auf dem Spiel steht, als sie zugeben will.
Claire als angebliche „Schurkin“ ist in der Anime-Version eher eine stolze, verwöhnte Adelige mit großem Ego als eine echte Antagonistin – was erklärt, warum sich das Böse-Image für dich nie so richtig „verdient“ angefühlt hat. Der Reiz liegt genau darin, dass Rae hinter der Fassade das verletzliche, einsame Mädchen sieht, das sich hinter Status und Arroganz versteckt.
Von mir gibt es eine queer-bunte 8,5 von 10 Punkten  – nicht perfekt im Pacing und manchmal sehr drüber im Humor, aber als Yuri mit Isekai- und Game-Twist macht die Serie einfach Spaß.

I'm in Love with the Villainess
Japan, TV-Anime 2023
Episoden: 12 Episoden
Genre: Comedy, Romanze, Yuri / GL, Isekai, Otome-Game-Parodie

Spoilerfreie Story
Die Angestellte Oohashi Rei stirbt nicht etwa dramatisch, sondern wacht einfach eines Tages im Körper der Protagonistin ihres Lieblings-Dating-Games „Revolution“ wieder auf. Für sie ist das kein Schock, sondern ein Jackpot: Sie kennt die Routen, die Events, die Gefahren – und vor allem kennt sie ihre absolute Lieblingsfigur, Claire, die im Spiel als Antagonistin angelegt ist.
Statt wie vorgesehen einem der Prinzen nachzujagen, ignoriert Rae konsequent alle „offiziellen“ Love Interests und nutzt jedes Story-Event, um Claire anzubaggern, ihr zu helfen oder sich vor sie zu werfen. Das sorgt für einen dauernden Clash zwischen Game-Script und Raes eigenen Entscheidungen – und stellt Claire vor die irritierende Frage, warum ausgerechnet dieses freche Mädchen sie so hartnäckig anhimmelt.

Figuren und Dynamik
Rae ist eine walking Katastrophe aus Fan-Girl, Troll und Romantikerin: Sie kennt das Spiel in- und auswendig, kommentiert innerlich jeden Trigger für Event-Flags und sabotiert bewusst Szenen, in denen die Prinzen glänzen sollen. Ihr Humor und ihre Übergriffigkeit sind nicht immer subtil, aber die Serie zeigt deutlich, dass hinter all den Sprüchen echte Zuneigung und der Wunsch stehen, dass Claire glücklich wird – notfalls auch ohne sie.

Claire ist die klassische Otome-Rivalin: reich, verwöhnt, stolz und am Anfang klar in der Rolle der Zicke, die die Protagonistin mobbt und sich für etwas Besseres hält. Im Verlauf zeigt der Anime aber, dass sie keineswegs „böse“ ist, sondern unter gesellschaftlichen Erwartungen, Klassendruck und ihrer Rolle als Adelige steht – ihre Arroganz ist Schutzschild und Erziehung, keine angeborene Bosheit.

Die Prinzen Thane, Rod und die übrigen Game-Figuren dienen oft als Spiegel dafür, wie sehr Rae das Script sprengt, indem sie sich weigert, hetero zu spielen. Gleichzeitig zeigt der Anime in späteren Folgen, dass auch Themen wie Standesunterschiede, politische Intrigen und Gewalt eine Rolle spielen – die Comedy wird immer wieder von ernsteren Momenten gebrochen, in denen es um Verantwortung, Schuld und Gerechtigkeit geht.

Themen, Ton und Villainess-Twist
Die Serie ist auf den ersten Blick eine quietschige Romcom mit Crossdressing-Café, Magieunterricht und Schul-Events, nutzt diese Hülle aber, um queere Themen erstaunlich direkt anzusprechen. Rae ist nicht „zufällig“ verliebt, sondern offen lesbisch, und der Anime macht keinen Hehl daraus, dass ihre Liebe zu Claire echt, ernst und nicht bloß Gag ist.
Das „Villainess“ im Titel ist dabei mehr Genre-Schablone als echtes moralisches Urteil: In der Logik des Otome-Games ist Claire die Gegenspielerin, weil sie der Heldin und den Prinzen im Weg steht; in der Logik der Serie wird sie zum emotionalen Mittelpunkt und zur Person, deren innere Entwicklung am meisten zählt. Genau diese Umkehrung macht den Reiz aus – der angebliche Endgegner wird zum Love-Interest, und das Game, das eigentlich Hetero-Routen vorsieht, wird von innen heraus queergeschrieben.

Wo du den Anime schauen kannst
Die 12-teilige Serie I'm in Love with the Villainess ist mit deutscher Synchro und Untertiteln auf Crunchyroll verfügbar. Dort findest du mehrere Audiosprachen (u. a. Japanisch, Deutsch, Englisch) und Untertitel in diversen Sprachen, eingestuft als Comedy/Romanze und empfohlen ab 12 Jahren.

Silvio 03.01.2026, 10.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Adachi and Shimamura

Adachi and Shimamura ist ein leiser, emotionaler Yuri-Anime über zwei Mädchen, die vom gemeinsamen Schulschwänzen in der Turnhalle zu einer vorsichtigen, manchmal schmerzhaft ehrlichen ersten Liebe finden. Er erzählt mehr von inneren Unsicherheiten als von großen Gesten und funktioniert dadurch vor allem als ruhige Coming-of-Age-Romanze mit viel Zwischen-den-Zeilen.
Adachi and Shimamura fühlt sich an wie ein stiller Nachmittag in der Schulturnhalle: wenig Spektakel, dafür viel Blickkontakt, Missverständnisse und unausgesprochene Gefühle. Besonders Adachis zurückhaltende, fast verkrampfte Art, ihre Gefühle zu zeigen, macht die Serie gleichzeitig süß, aber stellenweise auch etwas zäh, wenn man schneller emotionale Klarheit erwartet.
Stärker ist der Anime immer dann, wenn er die kleinen Alltagsmomente zwischen den beiden in den Fokus rückt – Tischtennis, zufällige Begegnungen, kleine Eifersüchteleien –, und weniger, wenn Nebenfiguren und schräge Elemente (inklusive mysteriösem, blauhaarigem Mädchen) die Stimmung unnötig zerfasern.
Von mir gibt es eine angenehm warme 8 von 10 Punkten  – als zarte Yuri-Romanze sehr empfehlenswert, solange man Lust auf langsames Erzähltempo und viel inneres Drama mitbringt.

Adachi and Shimamura
Japan, TV-Anime (Erstausstrahlung 2020, bei Crunchyroll seit 2022 gelistet)
Episoden: 12 Episoden
Genre: Drama, Romanze, Yuri / GL-Anime
Basierend auf: Light-Novel von Hitoma Iruma (KADOKAWA)

Spoilerfreie Story
Adachi und Shimamura lernen sich kennen, weil sie beide lieber in der oberen Etage der Turnhalle herumlungern, Tischtennis spielen und den Unterricht schwänzen, statt brav im Klassenraum zu sitzen. Aus dieser Zweckgemeinschaft entsteht langsam eine Freundschaft, die sich immer mehr nach etwas anfühlt, das über „nur Freunde“ hinausgeht – zumindest für Adachi.
Während Shimamura eher der „normale“ Teenager ist, der mit Freunden, Familie und Alltag jongliert, kreisen Adachis Gedanken zunehmend nur um Shimamura: Wie wichtig bin ich ihr? Sind wir einfach nur Freundinnen oder vielleicht doch etwas mehr? Diese Ungewissheit zieht sich durch die ganze Staffel und sorgt für viel leises Herzklopfen, aber auch für Frust, weil beide lange brauchen, um ehrlich zu sich selbst zu sein.

Figuren und Dynamik
Adachi
Adachi ist der Inbegriff der unsicheren Teenager-Crush-Hölle: sozial unbeholfen, schnell überfordert und völlig fixiert auf Shimamura. Ihre Reise ist weniger ein „Coming-Out“ im großen Stil, sondern der mühsame Weg, die eigenen Gefühle überhaupt zu benennen und zu akzeptieren.

Shimamura
Shimamura wirkt nach außen gelassener und angepasster, ist innerlich aber genauso orientierungslos: Was will sie von Adachi, was von ihrem Leben, und wie viel Nähe ist ihr eigentlich recht? Sie schwankt zwischen echter Zuneigung und dem Reflex, lieber Abstand zu halten, wenn es zu intensiv wird – was Adachi natürlich den Boden unter den Füßen wegzieht.

Nebenfiguren
Freundinnen wie Hino und Nagafuji liefern Schulalltag, Humor und eine eigene, leicht queer lesbare Dynamik, ohne die Hauptbeziehung zu überlagern. Das blauhaarige, sehr exzentrische Mädchen Yashiro sorgt für einen fast surrealen Touch, der nicht jeder Stimmungsschwankung der Serie guttut, aber für einen gewissen Eigencharakter sorgt.

Stimmung, Themen und Inszenierung
Adachi and Shimamura ist ein Anime der Zwischentöne: viele inneren Monologe, langsame Kamerafahrten, Details wie Hände, Blicke, kleine Berührungen. Das Tempo ist entsprechend gemächlich – wer auf schnelle Geständnisse und große dramatische Wendungen hofft, muss sich hier mit subtilen Fortschritten zufriedengeben.
Optisch setzt die Serie auf weiche Farben, ruhige Schul- und Alltagskulissen und gelegentlich sehr hübsche, beinahe verträumte Bildkompositionen, die das Gefühl einer flüchtigen, zerbrechlichen ersten Liebe unterstreichen. Thematisch geht es stark um Einsamkeit, das Gefühl, „nicht dazuzugehören“, und die Frage, ob man es wagt, eine wichtige Freundschaft zu riskieren, indem man sie in Liebe verwandelt.

Wo du den Anime schauen kannst
Die 12-teilige Serie Adachi and Shimamura ist mit deutschen Untertiteln auf Crunchyroll verfügbar. Auf der deutschen Crunchyroll-Seite ist sie als Drama- und Romance-Serie gelistet und kann mit verschiedenen Audiospuren (u. a. Japanisch, Englisch) und mehreren Untertitelsprachen gestreamt werden.

Silvio 03.01.2026, 10.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Secrets of the Silent Witch

Secrets of the Silent Witch ist ein leiser, aber starken Eindruck hinterlassender Fantasy Anime, der eine extrem mächtige, zugleich sozial extrem unsichere Magierin in den Mittelpunkt stellt und Action mit viel Herz und Charakterfokus verbindet. Statt typischem Overpowered Prahlen gibt es eine Heldin, die ihre eigenen Fähigkeiten am liebsten verstecken würde und genau dadurch sehr nahbar wirkt.
Die Serie lebt vom Gegensatz zwischen Monicas legendärem Ruf als Silent Witch und ihrer Realität als schüchternes, nervöses Mädchen, das Menschen und Aufmerksamkeit meidet. Besonders stark sind die Momente, in denen sie ihre Angst überwindet, um andere zu schützen, und man merkt, wie viel Mut hinter jedem Schritt aus ihrer Komfortzone steckt. Die Mischung aus Akademie Alltag, Bodyguard Auftrag und versteckter Identität sorgt für eine angenehme Balance aus Spannung, Humor und emotionalen Momenten.

Von mir eine sehr liebevolle 9 von 10 Punkten.

Secrets of the Silent Witch
Japan 2025 – produziert von Studio Gokumi - 13 Episoden. 
Die Serie basiert auf der Light Novel Reihe von Matsuri Isora und der Manga Adaption und ordnet sich zwischen Fantasy, Drama, etwas Romantik und leichtem Akademie Flair ein.

Spoilerfreie Story
Monica Everett ist als Silent Witch eine der sieben Weisen des Königreichs, die einzige Magierin der Welt, die Zauber ohne Worte wirken kann, und wurde sogar dafür berühmt, einen legendären schwarzen Drachen besiegt zu haben. Was niemand weiß: Sie hat das wortlose Zaubern nur gelernt, weil sie so extreme Angst vor Reden und Menschenmengen hat und öffentliche Auftritte für sie der wahre Horror sind.
Als sie im Auftrag des Königs heimlich den zweiten Prinzen Felix an der Serendia Akademie beschützen soll, muss sie sich als ganz normale Schülerin ausgeben, ihre Identität verbergen und gleichzeitig Attentäter und Intrigen fernhalten. Zwischen Unterricht, neuen Freundschaften und wachsender Nähe zum Prinzen versucht Monica, ihre Panikattacken im Griff zu behalten und dennoch als Schutzschild im Hintergrund zu agieren.

Figuren und Dynamik
Monica ist eine ungewöhnliche Hauptfigur, weil sie zwar objektiv unglaublich stark ist, subjektiv aber an sich zweifelt, sich zurückzieht und soziale Situationen für sie deutlich bedrohlicher wirken als Drachen. Felix, der zweite Prinz, steht für das Ideal, das sie schützen soll – höflich, klug und politisch wichtig – und ihre vorsichtige Annäherung an ihn ist von Respekt und langsam wachsendem Vertrauen geprägt. Louis Miller als einer der anderen Weisen fungiert als eine Art Auslöser der Handlung, der Monica aus ihrer Einsiedler Routine reißt und sie auf die Mission schickt.
Nebenfiguren wie Mitschülerinnen und Adelige bringen zusätzliche Konflikte, etwa versteckte Motive oder Attentatspläne, aber auch echte Freundschaft, die Monicas Welt nach und nach größer werden lässt.

Welt, Magie und Stimmung
Die Welt setzt auf klassisches Königreich Setting mit Akademie, Politik im Hintergrund und Magie als alltägliche, aber hier besonders differenziert genutzte Kraft. Monicas wortlose Magie ist dabei nicht nur ein Gimmick, sondern stark mit ihrer Persönlichkeit, ihrer Angst vor Aufmerksamkeit und ihrer Art, Probleme zu lösen, verknüpft. Die Stimmung schwankt zwischen ruhigen Campus Szenen, innerem Monolog einer sozial ängstlichen Figur und rasant inszenierten Magiekämpfen, in denen sichtbar wird, warum sie zu den sieben Weisen gehört.

Secrets of the Silent Witch kannst du aktuell mit Untertiteln auf Crunchyroll streamen, teilweise auch über den Crunchyroll Amazon Channel und ähnliche Plattformen.

Silvio 20.12.2025, 11.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Welcome to the Outcasts Restaurant

Welcome to the Outcasts Restaurant ist ein angenehm bodenständiger Fantasy Gourmet Anime, der die typische Ausgestoßener Held Prämisse mit warmen Restaurant Vibes und viel Essen Herz verbindet. Statt großer Weltrettung steht ein kleines Gasthaus im Mittelpunkt, in dem gestrandete Außenseiter gutes Essen, Ruhe und ein Stück neues Leben finden.
Die Serie fühlt sich an wie eine Mischung aus Abenteurer Gilde, Dorftaverne und Healing Food Show, bei der jede Folge ein neues Problem und ein neues Gericht auf den Tisch bringt. Besonders gefällt, dass der Protagonist Dennis keinen neuen Rachefeldzug startet, sondern sich seinen Traum von einem eigenen Restaurant erfüllt und dabei mit Kochlöffel und Messer mehr bewegt als mit dem Schwert. Die Stimmung bleibt trotz Fantasy und Action insgesamt freundlich und herzerwärmend und bringt viele kleine Momente, in denen gutes Essen und ehrliche Gastfreundschaft wichtiger sind als Status oder Level.

Von mir eine wohlig warme 8 von 10 Punkten.

Welcome to the Outcasts Restaurant
Japan 2025 – die erste Staffel lief im Sommer Programm von Anfang Juli bis Mitte September - 12 Episoden 
Genre: Fantasy, Comedy, Gourmet, Anime 

Spoilerfreie Story
Dennis ist ein extrem kompetenter Abenteurer und Koch, der aus der Top Gruppe Silver Wings Battalion geworfen wird, weil der eitle Anführer seine Stärke und Beliebtheit nicht erträgt. Statt daran zu zerbrechen, nutzt Dennis die Chance, seinen alten Traum zu verwirklichen und verlässt die Stadt, um auf dem Land ein eigenes Restaurant zu eröffnen, in dem er seine Level 99 Kochskills voll ausleben kann.
Unterwegs rettet er das Mädchen Atelier, die von ihrer Adelsfamilie verstoßen und zur Sklavin gemacht wurde, und bietet ihr einen Platz an seiner Seite als Aushilfe und Aushängeschild des Lokals. Bald zieht das Gasthaus verstoßene Ritter, überarbeitete Magier und andere gescheiterte Ex Abenteurer an, deren Sorgen Dennis mit gutem Essen, Zuhören und notfalls auch mit der Bratpfanne gegen Bösewichte löst.

Figuren und Dynamik
Dennis ist ein ungewöhnlich ruhiger Ex Top Abenteurer, der seine Kraft nicht zur Schau stellt, sondern sie zum Schutz seiner Gäste und für sein Restaurant nutzt. Atelier bringt Energie, Charme und eine tragische Vergangenheit mit, findet aber nach und nach Selbstvertrauen darin, Teil eines Ortes zu sein, der Menschen wie sie bewusst willkommen heißt. Die wiederkehrenden Gäste verkörpern verschiedene Formen von Ausgrenzung – vom gefallenen Ritter bis zum ausgebeuteten Magier – und geben dem Restaurant den Charakter eines kleinen Hafens für Gestrandete.

Essen, Atmosphäre und Themen
Die Serie legt viel Wert darauf, Essen als Trost, Anerkennung und Startpunkt für Veränderung zu zeigen, weniger als reines Spektakel. Jedes Gericht ist eng mit der Situation der jeweiligen Figur verknüpft – ein voller Magen geht fast immer mit einem leichteren Herzen und einem Schritt aus der eigenen Krise einher. Optisch setzt Welcome to the Outcasts Restaurant auf gemütliche Taverne Stimmung mit warmen Farben und saftigen Food Shots, die Lust auf Deftiges machen und das Thema gefundenes Zuhause unterstreichen.

Die Serie ist mit Untertiteln auf Crunchyroll und über verknüpfte Kanäle wie den Crunchyroll Amazon Channel verfügbar, teils auch als digitaler Kauf etwa bei Amazon oder Apple TV.

Silvio 20.12.2025, 11.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

The Water Magician

The Water Magician ist ein klassischer Isekai Fantasy Anime mit Wasser Magie Fokus, der ruhiger erzählt ist als viele Genre Kollegen und vor allem vom entspannten Abenteuer Feeling und den Fähigkeiten des Protagonisten lebt. Die Serie kombiniert Slow Life Vibes mit starken Kämpfen und einem langen Zeitrahmen, in dem der Held über Jahrzehnte hinweg mit seiner Magie wächst.
Ryo als Protagonist wirkt angenehm gelassen, fast schon zurückhaltend und steht damit im Kontrast zu vielen überdrehten Isekai Helden. Seine Wasser Magie ist nicht nur optisch spannend umgesetzt, sondern wird vielseitig eingesetzt – von Heilung und Versorgung bis zu großen Angriffen gegen Monster. Besonders gefällt, dass die Welt sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und man Ryo dabei zuschaut, wie er Stück für Stück vom zurückgezogenen Magier zur Legende wird.

Von mir gibt es solide 8 von 10 Punkten.

The Water Magician
Japan 2025 – 12 Episoden mit jeweils etwa 24 Minuten Laufzeit.
Produziert wurde die Serie von Typhoon Graphics und WonderLand, basierend auf einer Light Novel Vorlage.
Inhaltlich bewegt sich The Water Magician im Bereich Action, Fantasy, Abenteuer mit klaren Isekai und Reinkarnations Elementen.

Spoilerfreie Story
Ryo Mihara stirbt in seiner ursprünglichen Welt bei einem Unfall und wird in der Welt Phi als Wasser Magier wiedergeboren. Eigentlich wünscht er sich nur ein ruhiges Leben im Wald, wo er seine Magie trainiert, Monster jagt und von seiner Kraft lebt. Durch einen Schiffbruch lernt er den Schwertkämpfer Abel kennen, den er rettet und schließlich auf einer Reise in die nächste Stadt begleitet. Unterwegs stellt sich heraus, dass Ryos Wasser Magie weit über dem liegt, was in dieser Welt als normal gilt, und sein Name beginnt sich in der Welt der Abenteurer zu verbreiten.  

Figuren und Dynamik
Ryo ist freundlich, bescheiden und liebt es, in Ruhe zu trainieren, statt Ruhm zu suchen. Abel bringt als klassischer Kämpfer frischen Wind hinein und wirkt oft wie das Bindeglied zur Außenwelt, das Ryo aus seiner Abgeschiedenheit holt. Später stoßen weitere Gefährten dazu, die sowohl im Kampf als auch im Alltag neue Perspektiven und Konflikte einbringen – von pragmatischen Abenteurern bis zu Figuren, die Ryo wegen seiner besonderen Kräfte im Blick behalten.  

Welt, Magie und Stimmung
Die Welt von Phi ist eine klassische Fantasywelt mit Städten, Gilden, Monstern und Magiesystem – doch der Fokus bleibt stärker auf Ryos persönlicher Reise als auf großen politischen Kriegen. Die Wasser Magie ist zentral ins Worldbuilding eingebunden, etwa durch Heilung, Schutzbarrieren, Versorgungszauber und kreative Kampftechniken. Insgesamt wirkt die Serie wie eine Mischung aus ruhigem Abenteuer, Level Reise und gelegentlichen intensiveren Kämpfen, ohne je komplett ins Düster Drama abzurutschen.

Wo schauen?
Gibt es natürlich bei Crunchyroll

Silvio 20.12.2025, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

2.5 Dimensional Seduction

2.5 Dimensional Seduction ist ein herrlich otakuhafter Cosplay-Romcom mit deutlich mehr Ecchi-Anteilen, der aber gleichzeitig überraschend liebevoll zeigt, wie viel Herz, Arbeit und Leidenschaft im Hobby Cosplay stecken. Wer Serien wie My Dress-Up Darling mochte und gerne noch eine Spur frecher und "meta" unterwegs ist, findet hier genau den richtigen Mix aus Fanservice, Fandom-Drama und Con-Feeling.
- Die Serie ist eine wilde, aber sehr sympathische Mischung aus Cosplay-Liebe, Romcom und Otaku-Selbstironie – manchmal absurd, oft fanservicelastig, aber mit erstaunlich viel Respekt für das Hobby.
- Besonders gefällt, dass Cosplay hier nicht nur als "sexy Outfit" verkauft wird, sondern als kreativer Prozess: Vorbereitung, Näharbeit, Posing, Fotografie und auch Unsicherheiten und Körperkomplexe bekommen Raum.
- Wer mit Ecchi und körperbetontem Fanservice nichts anfangen kann, wird sich an manchen Szenen stören, aber dahinter steckt eine unerwartet herzige Geschichte über Selbstakzeptanz, Mut und die Liebe zu 2D-Charakteren – und wie diese in 3D lebendig werden.

Für mich als Cosplay-Romcom: freche 9 von 10 Punkten.

2.5 Dimensional Seduction
- Japan 2024 – Anime-Adaption des gleichnamigen Jump+ Manga von Yu Hashimoto.
- Studio: J.C.Staff.
- Staffel 1: 24 Episoden a ca. 24 Minuten.
- Genre: Romance, Comedy, Ecchi, School, Cosplay, Otaku.  

Spoilerfreie Story
Masamune Okumura ist Präsident des Manga-Forschungsclubs und Hardcore-Otaku, der allen "3D-Mädchen" abgeschworen hat und sein Herz ausschließlich der Engel-Heldin Liliel aus einem Manga geschenkt hat. Eines Tages taucht die Erstklässlerin Ririsa (Lilysa) Amano auf, genauso besessen von Liliel wie er – aber ihr Traum ist es, diese Figur in der echten Welt zu cosplayen, und sie überredet Masamune, ihr Fotograf und Unterstützer zu werden.

Gemeinsam tauchen sie immer tiefer in die Welt des Cosplays ein: von Kostümplanung und Materialsuche über Posen, Licht und Bildbearbeitung bis hin zu Events und Gruppencosplays, während sich um sie herum weitere Charaktere – darunter Masamunes Kindheitsfreundin Mikari – dem Club anschließen und eigene Gefühle, Eifersucht und Ambitionen ins Spiel bringen. Die Serie bleibt dabei leichtfüßig, mit vielen peinlichen, erotisch-komischen Situationen, aber auch klaren Botschaften darüber, wie wichtig es ist, die Leidenschaft anderer ernst zu nehmen.

Figuren & Dynamik
- Masamune Okumura: Ein 2D-Only-Otaku, der realen Romance abgeschworen hat und durch Ririsa langsam lernt, dass 3D-Menschen und ihre Gefühle genauso wertvoll sein können wie seine geliebte Liliel.
- Ririsa/Lilysa Amano: Hyperbegeisterte Cosplayerin, unerfahren in Sachen Liebe, aber absolut furchtlos, wenn es ums Ausreizen von Outfits und Posen geht – ihre Leidenschaft für Cosplay ist das Herzstück der Serie.
- Mikari Tachibana: Kindheitsfreundin, die als Model angefangen hat, nur um Masamune zu beeindrucken; sie startet selbst mit Cosplay, um ihm näherzukommen und bringt mehr klassisches Romcom-Drama hinein.

Zwischen diesen drei Figuren entsteht ein Mix aus kreativer Zusammenarbeit, Liebesdreieck, Cosplay-Rivalität und sehr viel peinlich-süßer Nähe, der sowohl romantisch als auch otaku-typisch überdreht ist.

Cosplay-Fokus & Fanservice
- Der Anime zeigt viele typische Cosplay-Themen: Kostümschnitt, Perücken, Make-up, Body Positivity, Fotografie und Community – und thematisiert auch Kritik, Shaming und Selbstzweifel.
- Gleichzeitig ist 2.5 Dimensional Seduction klar Ecchi: viel nackte Haut, sexy Posen, "Unfall"-Momente mit Reißverschlüssen und BH-Trägern, was bewusst als Comedy- und Fanservice-Element genutzt wird.
- Gerade diese Mischung aus ehrlicher Cosplay-Leidenschaft und frecher Ecchi-Komödie dürfte dafür sorgen, dass man entweder voll mitgeht oder schnell aussteigt – je nach eigener Toleranzgrenze.

Wo schauen?
Die Serie läuft im Simulcast bzw. Stream u. a. bei Crunchyroll (je nach Region und Sprache), teils auch über verknüpfte Channels und VoD-Anbieter wie Amazon. In Deutschland ist bereits eine Disc-Veröffentlichung mit deutscher Synchro angekündigt, und die erste Episode wurde vorab kostenlos auf YouTube gezeigt.

Silvio 20.12.2025, 10.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Tonikawa: Over The Moon For You

Tonikawa: Over The Moon For You ist eine extrem zuckersüße, humorvolle Romance-Comedy, die schon ab Folge 1 den „Ehestatus“ klärt und danach fast ausschließlich vom Alltagsleben eines jungen, schüchternen Ehepaares lebt. Staffel 1 legt dabei die Basis mit Kennenlernen und Zusammenzug, während Staffel 2 das gemeinsame Leben vertieft, neue Nebenfiguren einbindet und den Ehe-Alltag noch verspielter und routinierter erzählt.
- Tonikawa fühlt sich an wie eine liebevoll-überzuckerte Comfort-Serie: kaum Drama, viel Slapstick, endlose „kawaii“ Momente zwischen Nasa und Tsukasa – perfekt zum Abschalten.
- Besonders gefällt, dass die Serie einmal nicht auf „Will-they-won't-they“ setzt, sondern direkt ein verheiratetes Paar in den Mittelpunkt stellt und daraus den ganzen Charme zieht.
- Staffel 2 hält das Niveau: mehr Alltag, mehr kleine Dates, mehr peinlich-süße Momente – wer Staffel 1 mochte, bekommt hier genau das, was man erwartet, inklusive Bonus-Episode rund um Tsukasa in diversen Uniformen.
Von mir für das Gesamtpaket aus Staffel 1 & 2 eine sehr liebevolle 9 von 10 Punkten.


Tonikawa: Over The Moon For You
- Japan 2020 (Staffel 1) & 2023 (Staffel 2).
- Staffel 1: 12 Episoden (+ OVAs/Specials wie „SNS“ und „Seifuku“, je ca. 23 Minuten).
- Staffel 2: 12 Episoden (+ Bonus-Folge „Uniform“).
- Genre: Romance, Comedy, Slice of Life.  

Story (spoilerfrei, beide Staffeln)
Yuzaki Nasa wird an einem verschneiten Abend von einem Truck erfasst, nachdem er einem geheimnisvollen Mädchen über die Straße folgt – schwer verletzt gesteht er ihr seine Gefühle, und sie sagt zu, ihn zu heiraten, wenn sie sich wiedersehen. Jahre später steht Tsukasa plötzlich vor seiner Tür mit einer Heiratsurkunde, und die beiden starten praktisch aus dem Stand in ihr gemeinsames Eheleben, inklusive erster Wohnung, Alltagsproblemen, Dates und jeder Menge Verlegenheit rund um Nähe und Intimität.

Staffel 2 knüpft direkt daran an: Nasa und Tsukasa denken über eine richtige Hochzeitsfeier nach, gehen auf Ausflüge, besuchen Freizeitparks, Onsen und treffen alte Bekannte wie Nasas Lehrerin oder neue Figuren, während sie immer noch an ihrer eigenen Schüchternheit und der langsamen Annäherung arbeiten. Die großen Geheimnisse um Tsukasa werden weiterhin nur angedeutet, die Serie bleibt klar im Fokus auf süßer Alltagsromantik und Comedy.

Figuren & Dynamik
- Nasa: Überintelligenter, gutmütiger Nerd, der Tsukasa aufrichtig vergöttert und gleichzeitig bei jedem Schritt Richtung körperlicher Nähe rot anläuft.
- Tsukasa: Ruhig, leicht mysteriös, mit einem Hauch „andersweltlich“, aber im Alltag überraschend bodenständig, stur und nerdig – besonders, wenn es um Filme, Popkultur oder ihre eigenen Vorlieben geht.
- Nebenfiguren wie Kaname (Badhausbetreiberin mit leicht dreckigem Humor), Chitose oder die neuen Charaktere in Staffel 2 bringen zusätzlich Witz, Kommentare zur Beziehung und ein bisschen Chaos ins junge Eheleben.

Ton, Humor & Romantik
- Der Humor lebt stark von Overreactions, Wortgefechten und der absurden Ausgangssituation „Wir sind verheiratet, aber ultra-schüchtern“.
- Romantik ist konstant präsent: Händchenhalten, Kuscheln, kleine Gesten und ernst gemeinte Versprechen, aber selten große Konflikte – eher ein sanftes Dahinplätschern mit vielen Herzmomenten.
- Wer auf tiefes Drama oder komplexe Plot-Twists hofft, wird eher enttäuscht; wer aber eine feelgood-Serie über ein junges Ehepaar sucht, bekommt hier genau das Richtige.

Wo schauen?
Beide Staffeln sowie diverse Specials und „High School Days“ sind mit Subs u. a. auf Crunchyroll verfügbar (teils auch mit deutscher Synchro).

Silvio 20.12.2025, 10.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Konohana Kitan

Konohana Kitan ist ein ruhiger, herzlicher Iyashikei-Anime mit Fuchsgeister-Mädchen in einem traditionellen Onsen, der vor allem durch Atmosphäre, Visuals und Wohlfühl-Storys punktet und sich perfekt zum Entspannen eignet. Gleichzeitig bleibt er eher episodenhaft und sanft, sodass große Spannungsbögen und Dramatik bewusst im Hintergrund bleiben.
- Die Serie wirkt wie eine kleine Auszeit vom Alltag: sanfte Fantasy, viel Herz und Humor, ohne große Konflikte oder Drama-Overload.
- Besonders Yuzu als naive, warmherzige Protagonistin trägt viel zum **Wohlfühlfaktor** bei, weil sie mit ihrer Offenheit und Tollpatschigkeit die Gäste und Kolleginnen im Konohanatei berührt.
- Man merkt, dass Konohana Kitan bewusst auf „Healing Vibes“ setzt: statt Action gibt es Alltagsmomente, kleine Lektionen und leise Melancholie – perfekt, wenn man etwas Sanftes für zwischendurch sucht.
Von mir gibt's gemütliche 9 von 10 Punkten.

Konohana Kitan
- Japan 2017 – 12 Episoden (je ca. 24 Minuten).
- Genre: Fantasy, Slice of Life, Iyashikei, Yuri-Subtext.
- Studio: Lerche, Regie: Hideki Okamoto, Serienkomposition: Takao Yoshioka.

Der Cast 
- Yuzu – Ayaka Imamura.
- Satsuki – Sawako Hata.
- Ren – Manami Numakura.
- Natsume – Yumi Uchiyama.
- Sakura – Ai Kakuma.

Spoilerfreie Story
Yuzu, ein junges, unerfahrenes Fuchsmädchen, beginnt als neue Angestellte im traditionellen Onsen-Gasthaus Konohanatei, das Gäste aus der Menschen- und Götterwelt empfängt. Während sie sich mit ihrer naiven Art in allerlei Fettnäpfchen stürzt, lernt sie von den anderen Fuchsgeist-Mädchen, was es heißt, Gästen wirklich von Herzen zu dienen – und berührt dabei immer wieder deren Schicksale. Jede Episode erzählt in sich abgeschlossene, mal humorvolle, mal nachdenkliche Geschichten über Vergänglichkeit, Verlust, Hoffnung und das Weitergehen im eigenen Leben.

Optik, Musik & Stimmung
- Visuell ist Konohana Kitan ein kleines Schmuckstück: detailreiche Hintergründe, warme Farbpalette und liebevoll gestaltete Kimono-Designs lassen das Onsen wie ein **Märchenort** wirken.
- Die Animation ist nicht spektakulär-aufwendig, aber konstant hübsch und stützt vor allem Stimmung und Charakter-Mimik.
- Der Soundtrack setzt auf sanfte Melodien und traditionelle Klänge, die das Iyashikei-Gefühl verstärken; Opening und Ending passen sehr gut zur ruhigen Grundstimmung.

Charaktere & Yuri-Vibes
- Der Fokus liegt klar auf den Mädchen im Konohanatei – allen voran Yuzu und Satsuki, deren gegensätzliche Persönlichkeiten für viele süße Momente sorgen.
- Auch die Beziehung zwischen Ren und Natsume ist deutlich romantisch angehaucht und liefert leichten Yuri-Flair, ohne je explizit zu werden.
- Viele Nebenfiguren – von schrulligen Gästen bis zu Gottheiten – bringen eigene kleine Geschichten mit, die oft überraschend berührend sind.

Für wen geeignet?
- Für alle, die cosy Slice of Life mit Fantasy-Touch und leichtem Yuri-Subtext mögen.  
- Wenn man etwas Ruhiges zum Abschalten sucht und eher Atmosphäre als Action will.  
- Perfekt auch als „Zwischenprojekt“, wenn man von schweren oder sehr dramatischen Serien eine kleine, heilsame Pause braucht.

Die 12 Episoden kannst du mit Subs auf Crunchyroll streamen.

Silvio 20.12.2025, 10.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Anime, crunchyroll,

Confidence Queen

Die koreanische Adaption hat mich mit ihrem stylishen Heist-Vibe und starken Charakteren gepackt – cleverer als erwartet, mit Rache gegen korrupte Eliten und emotionaler Tiefe. Die Scams sind ausgeklügelt, die Triodynamik wächst organisch, aber kleinere Plot-Ablenkungen stören ab und zu. Park Min-young als smarte Leaderin glänzt, Humor und Suspense passen perfekt zusammen. Eine addictive Serie, die das Original aufpeppt. Von mir 10 von 10 Punkten.

Confidence Queen

Korea 2025 - 10 Episoden
Genre: Koreanisch, Comedy, Crime, Thriller

Der Cast:  
* Park Min Young als Yun I Rang  
* Park Hee Soon als James  
* Joo Jong Hyuk als Myung Gu Ho

Zur Story:  
Geniale Con-Artistin Yun I Rang (IQ 165) führt ihr Team aus dem witzigen Veteranen James  und dem charmanten Jungspund Myung Gu Ho an. Gemeinsam rächen sie sich an Schurken dieser Zeit – korrupte Konzerne und Mächtige – mit daringen Plänen voller Täuschung und Improvisation. Neben den Heists enthüllt sich emotionale Tiefe durch Flashbacks und Team-Bindung.

Die Episoden siehst du auf Amazon Prime.

Silvio 06.12.2025, 09.45| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Korea, Amazon prime,

The Confidence Man JP

Auf dieses J-Drama war ich neugierig, da es als witzige Betrüger-Serie mit Action und Comedy angepriesen wird. Die episodische Struktur mit unvorhersehbaren Plänen gegen korrupte Reiche hat super Spaß gemacht, besonders die Chemie des Trios und die übertriebenen Gags. Am Ende wurde es etwas repetitiv in den Charakterdynamiken, aber die letzte Folge rockt und hinterlässt Lust auf mehr – Filme gibt's ja auch. Die Moral über Gier und Vertrauen kommt rüber, ohne zu belehren. Von mir eine 8 von 10 Punkten.

The Confidence Man JP 
Japan 2018 - 10 Episoden
Genre: Japanisch, Comedy, Crime, Action

Der Cast:  
- Nagasawa Masami als Dako  
- Higashide Masahiro als Boku  
- Kohinata Fumiyo als Richard

Zur Story:  
Eine clevere Betrügerin namens Dako und ihre Partner Boku sowie Richard jagen geldgierige Bösewichte wie Yakuza-Bosse oder skrupellose Firmenlenker. Mit absurden Plänen, Verkleidungen und Twists tricksen sie ihre Opfer aus, immer mit Humor und Moralfragen im Gepäck. Jede Episode steht für sich, doch die letzte verknüpft alles zu einem Höhepunkt.

Die 10 x 45-minütigen Episoden siehst du auf Netflix.

Silvio 06.12.2025, 09.40| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: TV | Tags: TV, Serien, Japan, Netflix,